Maurer/-in werden
Maurerinnen und Maurer errichten Wände, Decken und Fundamente aus Steinen und Beton, sanieren Altbauten und setzen Rohbauten um. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Am Anfang jedes Gebäudes steht der Rohbau. Maurer setzen den Plan des Architekten in Stein um – millimetergenau, weil jede Abweichung sich nach oben fortsetzt.
Der Beruf ist körperlich, wird aber durch Maschinen, Versetzgeräte und moderne Baustoffe deutlich erleichtert. Wer draußen arbeiten und abends ein Ergebnis sehen will, findet hier beides.
Was macht ein/-e Maurer/-in?
- Fundamente und Bodenplatten herstellen
- Wände mauern, Decken einziehen
- Schalungen bauen, Bewehrung einlegen, Beton einbringen
- Dämmung und Abdichtung anbringen
- Altbauten sanieren, Durchbrüche herstellen
- Maße prüfen, Fluchten und Höhen kontrollieren
Wo arbeitet man?
Wie läuft die Ausbildung ab?
Rechtsgrundlage: Stufenausbildung im Baugewerbe
Stufenausbildung: Nach zwei Jahren erwirbst du den Abschluss Hochbaufacharbeiter/-in, im dritten Jahr folgt die Gesellenprüfung als Maurer/-in.
Der überbetriebliche Teil findet in Ausbildungszentren der Bauwirtschaft statt und ist im Bauhauptgewerbe besonders umfangreich.
Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich – meist um sechs bis zwölf Monate. Wer einen höheren Schulabschluss mitbringt, kann die Ausbildung häufig von vornherein verkürzen.
Welche Voraussetzungen brauchst du?
Schulabschluss
Kein Abschluss vorgeschrieben. Betriebe achten auf Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und körperliche Belastbarkeit.
Diese Schulfächer helfen
- Mathematik – Flächen, Volumen, Mischungsverhältnisse
- Physik – Kräfte und Lasten
- Werken/Technik
Das solltest du mitbringen
- körperlich fit und ausdauernd
- Genauigkeit – die erste Reihe entscheidet über die ganze Wand
- Teamfähigkeit in der Kolonne
- kein Problem mit Wetter
Was verdient man?
Quelle: BIBB: Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025, Erhebung zum 1. Oktober 2025.
Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarifgebiet, Bundesland, Ausbildungsjahr und Betrieb ab und steigt in jedem Lehrjahr. Zum Vergleich: Über alle Ausbildungsbereiche lag der tarifliche Durchschnitt 2025 bei 1.209 Euro, im Handwerk bei 1.093 Euro (West 1.091 Euro, Ost 1.110 Euro). Was du nach der Ausbildung verdienst, richtet sich nach Tarif, Region und Qualifikation – verlässliche Einzelwerte findest du beim BIBB und in der Entgeltdatenbank der Bundesagentur für Arbeit.
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Arbeitsbeginn meist um 7 Uhr auf der Baustelle. Die Kolonne arbeitet nach Plan: Material verteilen, Schnur spannen, mauern, kontrollieren. Mittags gemeinsame Pause, Feierabend häufig früher als in anderen Branchen.
Als Azubi beginnst du mit Zuarbeit und Mörtel, mauerst früh selbst und übernimmst mit wachsender Erfahrung eigene Abschnitte.
Womit arbeitest du?
Welche Karrierechancen hast du?
- Geselle/Gesellin
- Selbstständiges Arbeiten im Rohbau.
- Vorarbeiter/-in
- Verantwortung für einen Bauabschnitt und ein kleines Team.
- Werkpolier und geprüfter Polier
- Führung ganzer Baustellen, Bindeglied zur Bauleitung.
- Meister/-in
- Maurer- und Betonbauermeister: eigener Betrieb, Ausbildung, Kalkulation.
- Techniker/-in oder Studium
- Bautechnik oder Bauingenieurwesen – über den Meisterbrief auch ohne Abitur.
Weiterbildungen
- Geprüfte/-r Polier
- Maurer- und Betonbauermeister/-in
- Staatlich geprüfte/-r Techniker/-in Bautechnik
- Fachkraft für Abdichtungstechnik
- Restaurator/-in im Maurerhandwerk
Mehr dazu: Karrierewege im Handwerk – vom Gesellen bis zur Selbstständigkeit
Wie zukunftssicher ist der Beruf?
Gebaut und saniert wird immer, gleichzeitig fehlt der Baubranche Nachwuchs. Wer eine Bauausbildung abschließt, hat gute Chancen auf Übernahme und schnellen Aufstieg – Polier und Meister sind im Bau klassische Karrierewege.
Passt der Beruf zu dir?
- körperlich fit und ausdauernd
- Genauigkeit – die erste Reihe entscheidet über die ganze Wand
- Teamfähigkeit in der Kolonne
- kein Problem mit Wetter
- wenn du dauerhaft nicht draußen arbeiten möchtest
- bei starken Rückenproblemen
Freie Plätze als Maurer/-in
Ausbildung Elektroniker:in Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d)
Elektro Hartmann GmbHAusbildung Maurer:in (m/w/d)
Bauunternehmen KesslerHäufige Fragen zum Beruf Maurer/-in
Wie lange dauert die Maurerausbildung?
Drei Jahre. Nach zwei Jahren ist der Abschluss als Hochbaufacharbeiter/-in möglich, das dritte Jahr führt zur Gesellenprüfung.
Was verdient man in der Ausbildung?
Die Vergütung richtet sich nach dem Tarif des Bauhauptgewerbes und dem Lehrjahr. Über alle Handwerksberufe lag der tarifliche Durchschnitt 2025 bei 1.093 Euro brutto monatlich (BIBB).
Arbeitet man auch im Winter?
Im Bauhauptgewerbe gibt es eine Schlechtwetterregelung mit Saison-Kurzarbeitergeld, damit Beschäftigte im Winter nicht entlassen werden müssen.
Ist der Beruf sehr anstrengend?
Er ist körperlich fordernd. Versetzgeräte, leichtere Steine und bessere Maschinen haben die Belastung in den letzten Jahren aber deutlich reduziert.
Welche Aufstiegschancen gibt es?
Vorarbeiter, Polier, Meister – im Bau geht der Aufstieg vergleichsweise schnell, weil Fachkräfte knapp sind.