Maler & Gestaltung

Maler/-in und Lackierer/-in werden

Maler und Lackiererinnen gestalten und schützen Oberflächen: Sie streichen, tapezieren, spachteln, dämmen Fassaden und setzen Farbkonzepte um. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Dauer3,0 Jahre
AbschlussGesellenprüfung
Vergütung Ø985 €
BereichHandwerk

Der Beruf hat zwei Seiten: Gestaltung – Farben, Putze, Oberflächen, die einen Raum verändern – und Schutz, etwa Wärmedämmung an Fassaden oder Korrosionsschutz an Stahl.

Wer ein Auge für Farben und Formen hat und gleichzeitig sauber arbeiten kann, findet hier einen der kreativsten Handwerksberufe.

Was macht ein/-e Maler/-in und Lackierer/-in?

  • Untergründe prüfen, reinigen, spachteln und grundieren
  • Wände und Decken streichen, tapezieren, Strukturputze auftragen
  • Fassaden beschichten und Wärmedämmverbundsysteme anbringen
  • Lackierarbeiten an Holz und Metall
  • Bodenbeläge verlegen und Trockenbauarbeiten ausführen
  • Farb- und Gestaltungsvorschläge mit Kunden abstimmen

Wo arbeitet man?

Wohnungen und HäuserBaustellen und GerüsteBüros, Schulen, KlinikenIndustrieanlagen (Korrosionsschutz)

Welche Fachrichtungen gibt es?

Gestaltung und Instandhaltung
Die häufigste Fachrichtung: Innenräume und Fassaden gestalten, renovieren, beschichten.
Kirchenmalerei und Denkmalpflege
Restaurierung historischer Oberflächen und Ausmalungen.
Bauten- und Korrosionsschutz
Schutz von Beton- und Stahlbauteilen, etwa an Brücken und Industrieanlagen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Kurz gesagt: Die Ausbildung dauert 3,0 Jahre und ist dual – du arbeitest im Betrieb und gehst parallel zur Berufsschule. Am Ende steht die Gesellenprüfung.
Rechtsgrundlage: Verordnung von 2021

Duale Ausbildung mit Berufsschule und überbetrieblichen Lehrgängen. Die Fachrichtung wird im Verlauf der Ausbildung festgelegt.

Die Gesellenprüfung besteht aus praktischen Arbeitsproben – etwa Beschichtungs- und Gestaltungstechniken – sowie schriftlichen Teilen.

Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich – meist um sechs bis zwölf Monate. Wer einen höheren Schulabschluss mitbringt, kann die Ausbildung häufig von vornherein verkürzen.

Welche Voraussetzungen brauchst du?

Schulabschluss

Kein Abschluss vorgeschrieben. Betriebe achten auf sauberes Arbeiten, Farbsinn und Freundlichkeit im Kundenkontakt.

Diese Schulfächer helfen

  • Mathematik – Flächen und Materialbedarf berechnen
  • Chemie – Farben, Bindemittel, Untergründe
  • Kunst – Farbgestaltung

Das solltest du mitbringen

  • Auge für Farbe und saubere Kanten
  • Geduld – gute Oberflächen brauchen Vorbereitung
  • Schwindelfreiheit für Arbeiten auf dem Gerüst
  • höflicher Umgang in bewohnten Räumen

Was verdient man?

985 € brutto im Monat – tariflicher Durchschnitt 2025 über alle Ausbildungsjahre.
Quelle: BIBB: Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025, Erhebung zum 1. Oktober 2025.

Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarifgebiet, Bundesland, Ausbildungsjahr und Betrieb ab und steigt in jedem Lehrjahr. Zum Vergleich: Über alle Ausbildungsbereiche lag der tarifliche Durchschnitt 2025 bei 1.209 Euro, im Handwerk bei 1.093 Euro (West 1.091 Euro, Ost 1.110 Euro). Was du nach der Ausbildung verdienst, richtet sich nach Tarif, Region und Qualifikation – verlässliche Einzelwerte findest du beim BIBB und in der Entgeltdatenbank der Bundesagentur für Arbeit.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Baustelle abkleben und abdecken, Untergrund vorbereiten, dann beschichten. Ein Großteil der Arbeit steckt in der Vorbereitung – das Streichen selbst ist oft der schnellste Teil.

Als Azubi übernimmst du zuerst Abdecken, Schleifen und Grundieren, arbeitest dich über einfache Anstriche bis zu Gestaltungstechniken vor.

Womit arbeitest du?

Pinsel, Rolle, SpachtelAirless-SpritzgerätSchleifmaschinen mit AbsaugungTapeziertischGerüst und Leitern

Welche Karrierechancen hast du?

Geselle/Gesellin
Selbstständiges Arbeiten auf Baustellen und beim Kunden.
Vorarbeiter/-in
Koordination kleiner Teams und Baustellen.
Meister/-in
Maler- und Lackierermeister: eigener Betrieb, Ausbildung, Kalkulation.
Gestalter/-in im Handwerk
Vertiefung in Farbgestaltung und Entwurf.
Restaurator/-in im Handwerk
Spezialisierung auf Denkmalpflege.

Weiterbildungen

  • Maler- und Lackierermeister/-in
  • Gestalter/-in im Handwerk (Farbe)
  • Restaurator/-in im Malerhandwerk
  • Fachkraft für Wärmedämmverbundsysteme
  • Staatlich geprüfte/-r Techniker/-in Farb- und Lacktechnik

Mehr dazu: Karrierewege im Handwerk – vom Gesellen bis zur Selbstständigkeit

Wie zukunftssicher ist der Beruf?

Energetische Sanierung, Fassadendämmung und Renovierung sichern dem Gewerk dauerhaft Aufträge. Gestaltungskompetenz wird zusätzlich nachgefragt, weil Kunden Beratung erwarten und nicht nur Anstrich.

Passt der Beruf zu dir?

Gut geeignet, wenn du …
  • Auge für Farbe und saubere Kanten
  • Geduld – gute Oberflächen brauchen Vorbereitung
  • Schwindelfreiheit für Arbeiten auf dem Gerüst
  • höflicher Umgang in bewohnten Räumen
Eher nicht, wenn …
  • bei Allergien gegen Lösemittel oder Stäube (ärztlich abklären)
  • wenn dich kleinteilige Vorbereitung langweilt

Unsicher? Der Berufefinder schlägt dir passende Berufe vor

Freie Plätze als Maler/-in und Lackierer/-in

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Häufige Fragen zum Beruf Maler/-in und Lackierer/-in

Wie lange dauert die Ausbildung zum Maler und Lackierer?

Drei Jahre.

Was verdient man in der Ausbildung?

Im Beruf Maler/-in und Lackierer/-in lag die tarifliche Ausbildungsvergütung 2025 im Durchschnitt bei 985 Euro brutto im Monat über alle Ausbildungsjahre (BIBB). Der Wert schwankt je nach Tarifgebiet und Lehrjahr.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Vorgeschrieben ist keiner. Ein Praktikum überzeugt Betriebe meist mehr als das Zeugnis.

Ist der Beruf kreativ?

Ja, besonders in der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung. Ein großer Teil der Arbeit ist allerdings sorgfältige Vorbereitung.

Muss ich schwindelfrei sein?

Für Fassadenarbeiten auf dem Gerüst ist Schwindelfreiheit wichtig. Im Innenbereich spielt sie kaum eine Rolle.