Bewerbung

Bewerbung fürs Schülerpraktikum

3 Minuten Lesezeit · Stand 08/2026

Für ein Schülerpraktikum brauchst du keine Bewerbungsmappe. Ein kurzer Anruf oder eine dreisätzige E-Mail reichen – wichtig sind nur vier Angaben: wer du bist, welche Klasse, welcher Zeitraum, warum dieser Beruf.

Drei Wege zum Praktikumsplatz

Über MACH-HANDWERK
Angebot suchen, auf „Interesse zeigen“ tippen – fertig. Kein Anschreiben, kein Lebenslauf. Der Betrieb sieht dein Profil und meldet sich. Schülerpraktika ansehen
Anruf beim Betrieb
Der schnellste Weg bei kleinen Betrieben. Viele Meisterinnen und Meister lesen Mails erst abends, gehen aber tagsüber ans Telefon.
Kurze E-Mail
Gut, wenn du außerhalb der Arbeitszeit fragst oder mehrere Betriebe anschreibst. Drei bis fünf Sätze genügen.

Der Anruf: was du sagst

Ruf zwischen 8 und 11 Uhr an, da ist im Handwerk am ehesten jemand im Büro. Sag deinen Namen, deine Klasse, den Zeitraum – und frag, ob der Betrieb Praktikanten nimmt.

Beispiel: „Guten Tag, mein Name ist Lena Berger. Ich gehe in die 9. Klasse der Realschule Musterstadt und suche für die Woche vom 13. bis 17. Oktober einen Praktikumsplatz. Bilden Sie Praktikantinnen aus?“

Wenn ja: Frag direkt nach dem nächsten Schritt („Soll ich Ihnen etwas schicken?“) und schreib dir Namen und Durchwahl auf. Wenn nein: Frag, ob sie einen anderen Betrieb kennen. Das kostet nichts und funktioniert erstaunlich oft.

Schreib dir vorher drei Stichworte auf einen Zettel. Beim ersten Anruf ist jeder nervös – das erwartet auch niemand anders.

Die E-Mail: Muster zum Abschreiben

Betreff: Anfrage Schülerpraktikum 13.–17. Oktober

„Guten Tag,
ich heiße Lena Berger, bin 15 Jahre alt und gehe in die 9. Klasse der Realschule Musterstadt. Vom 13. bis 17. Oktober mache ich ein Schülerpraktikum und würde das gerne bei Ihnen im Betrieb machen. Elektrotechnik interessiert mich, weil ich zu Hause schon einiges selbst repariert habe.
Hätten Sie in dieser Woche einen Platz für mich?
Viele Grüße
Lena Berger, Telefon 0151 …“

Mehr braucht es nicht. Kein Foto, kein Lebenslauf, keine Zeugniskopie – das fragt der Betrieb nach, wenn er es braucht.

Fehler, die du dir sparen kannst

  • Eine Massenmail an 20 Betriebe mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ im Verteiler – das sieht man sofort.
  • E-Mail-Adressen wie sunnygirl2009@… – leg dir eine mit deinem Namen an.
  • Keinen Zeitraum nennen. Betriebe planen nach Wochen, nicht nach „irgendwann“.
  • Nach drei Absagen aufgeben. Zwei von drei Anfragen laufen ins Leere, das ist normal und sagt nichts über dich.
  • Nicht nachfragen. Nach vier bis fünf Tagen ohne Antwort kurz anrufen – das wirkt engagiert, nicht aufdringlich.

Zusage – und dann?

  • Frag nach, wann du am ersten Tag da sein sollst und was du anziehen musst.
  • Kläre, ob der Betrieb Sicherheitsschuhe stellt oder du eigene brauchst.
  • Gib das Formular deiner Schule frühzeitig ab, damit die Versicherung geregelt ist.
  • Schreib dir Fragen auf, die du im Praktikum stellen willst. Das fällt positiv auf.

Wie die Woche im Betrieb abläuft, steht ausführlich unter Schülerpraktikum im Handwerk.

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Häufige Fragen

Brauche ich für ein Schülerpraktikum einen Lebenslauf?

Nein. Für ein Schülerpraktikum reichen Name, Klasse, Zeitraum und dein Interesse. Manche Betriebe fragen später nach dem letzten Zeugnis.

Was schreibe ich in die Bewerbung fürs Praktikum?

Wer du bist, in welche Klasse du gehst, wann dein Praktikum stattfindet und warum dich der Beruf interessiert. Drei bis fünf Sätze genügen.

Wann sollte ich mich bewerben?

Am besten zwei bis drei Monate vor dem Zeitraum. Kurzfristig klappt es oft trotzdem – viele Betriebe entscheiden spontan.

Ist ein Anruf besser als eine E-Mail?

Bei kleinen Handwerksbetrieben ja. Wer anruft, bekommt meist sofort eine Antwort, während Mails liegen bleiben.

Was mache ich bei einer Absage?

Weitermachen. Viele Betriebe haben schlicht keinen Platz frei. Frag beim Absagen, ob sie einen anderen Betrieb empfehlen können.

Muss ich mich schick anziehen, wenn ich vorbeigehe?

Sauber und ordentlich reicht. Anzug oder Bluse braucht im Handwerk niemand.