Körper & Kosmetik

Friseur/-in werden

Friseurinnen und Friseure schneiden, färben und pflegen Haare, beraten Kundinnen und Kunden und gestalten Frisuren für Alltag und besondere Anlässe. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Dauer3,0 Jahre
AbschlussGesellenprüfung
Vergütung Ø727 €
BereichHandwerk

Friseur ist der Handwerksberuf mit dem engsten Kundenkontakt: Du arbeitest den ganzen Tag mit Menschen, hörst zu, berätst und lieferst ein sichtbares Ergebnis ab.

Ehrlich bleiben muss man beim Geld: Das Friseurhandwerk ist der Ausbildungsbereich mit der niedrigsten tariflichen Vergütung. Wer den Beruf liebt, kann sich über Spezialisierung, Meisterbrief und eigenen Salon deutlich verbessern.

Was macht ein/-e Friseur/-in?

  • Haare waschen, schneiden und stylen
  • Farben und Strähnen anmischen und auftragen
  • Dauerwellen und Glättungen durchführen
  • Kopfhaut und Haar analysieren, Pflege empfehlen
  • Hochsteckfrisuren für Anlässe gestalten
  • Beraten und Produkte verkaufen
  • Termine planen und den Salon sauber halten

Wo arbeitet man?

FriseursalonBarbershopFilm-, Theater- und Fotoproduktionenmobile Dienstleistung bei Kunden

Wie läuft die Ausbildung ab?

Kurz gesagt: Die Ausbildung dauert 3,0 Jahre und ist dual – du arbeitest im Betrieb und gehst parallel zur Berufsschule. Am Ende steht die Gesellenprüfung.
Rechtsgrundlage: Verordnung von 2008

Duale Ausbildung in Salon und Berufsschule, ergänzt um überbetriebliche Lehrgänge zu Schnitt-, Färbe- und Styling-Techniken.

Die Gesellenprüfung umfasst praktische Arbeiten am Modell (Schnitt, Farbe, Styling) sowie schriftliche Teile.

Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich – meist um sechs bis zwölf Monate. Wer einen höheren Schulabschluss mitbringt, kann die Ausbildung häufig von vornherein verkürzen.

Welche Voraussetzungen brauchst du?

Schulabschluss

Kein Abschluss vorgeschrieben. Wichtig sind Freundlichkeit, gepflegtes Auftreten und Ausdauer.

Diese Schulfächer helfen

  • Chemie – Farben, Oxidation, Haarstruktur
  • Deutsch – Beratung und Verkauf
  • Kunst – Formgefühl

Das solltest du mitbringen

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Ausdauer – der Beruf wird im Stehen ausgeübt
  • Feingefühl und ruhige Hand
  • Kritik aushalten und daraus lernen

Was verdient man?

727 € brutto im Monat – tariflicher Durchschnitt 2025 über alle Ausbildungsjahre.
Quelle: BIBB: Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025, Erhebung zum 1. Oktober 2025.

Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarifgebiet, Bundesland, Ausbildungsjahr und Betrieb ab und steigt in jedem Lehrjahr. Zum Vergleich: Über alle Ausbildungsbereiche lag der tarifliche Durchschnitt 2025 bei 1.209 Euro, im Handwerk bei 1.093 Euro (West 1.091 Euro, Ost 1.110 Euro). Was du nach der Ausbildung verdienst, richtet sich nach Tarif, Region und Qualifikation – verlässliche Einzelwerte findest du beim BIBB und in der Entgeltdatenbank der Bundesagentur für Arbeit.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Salonöffnung, Termine vorbereiten, dann Kundin für Kundin: waschen, schneiden, färben, föhnen. Zwischendurch Beratung, Kasse und Aufräumen. Samstage sind Haupttage, dafür gibt es unter der Woche freie Tage.

Als Azubi startest du mit Waschen, Föhnen und Assistenz, übernimmst früh eigene Schnitte an Modellen und ab dem zweiten Jahr eigene Kundinnen.

Womit arbeitest du?

Schere, Effilierschere, RasiermesserHaarschneidemaschineFarbschalen und PinselFöhn, Glätteisen, LockenstabWaschplatz und Trockenhaube

Welche Karrierechancen hast du?

Geselle/Gesellin
Eigene Kundschaft im Salon.
Spezialisierung
Etwa Farbexpertin, Barbier, Braut-Styling oder Haarverlängerung.
Meister/-in
Friseurmeister: eigener Salon, Ausbildung, Betriebsführung.
Weitere Wege
Visagistik, Maske bei Film und Theater, Außendienst für Kosmetikhersteller, Fachlehrkraft.

Weiterbildungen

  • Friseurmeister/-in
  • Betriebswirt/-in des Handwerks
  • Visagist/-in
  • Barbier-Weiterbildung
  • Haarersatzspezialist/-in

Mehr dazu: Karrierewege im Handwerk – vom Gesellen bis zur Selbstständigkeit

Wie zukunftssicher ist der Beruf?

Haare wachsen unabhängig von Konjunktur und Digitalisierung – der Bedarf bleibt. Gleichzeitig fehlen dem Friseurhandwerk Fachkräfte, viele Salons suchen dringend Nachwuchs. Wer bleibt und den Meister macht, hat gute Chancen auf einen eigenen Salon.

Passt der Beruf zu dir?

Gut geeignet, wenn du …
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Ausdauer – der Beruf wird im Stehen ausgeübt
  • Feingefühl und ruhige Hand
  • Kritik aushalten und daraus lernen
Eher nicht, wenn …
  • bei Hautproblemen oder Allergien gegen Farb- und Pflegemittel (vorher ärztlich abklären)
  • wenn du ungern mit fremden Menschen sprichst

Unsicher? Der Berufefinder schlägt dir passende Berufe vor

Freie Plätze als Friseur/-in

Gerade kein Angebot in diesem Beruf

Leg dir ein Profil an – dann findest du neue Plätze sofort, sobald ein Betrieb sie einstellt.

Häufige Fragen zum Beruf Friseur/-in

Wie lange dauert die Friseurausbildung?

Drei Jahre.

Was verdient man in der Friseurausbildung?

Im Friseurhandwerk lag die tarifliche Ausbildungsvergütung 2025 im Durchschnitt bei 727 Euro brutto im Monat über alle Ausbildungsjahre – der niedrigste Wert aller ausgewerteten Berufe (BIBB). Die Werte unterscheiden sich stark nach Bundesland und Lehrjahr.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Vorgeschrieben ist keiner. Auftreten, Freundlichkeit und ein Praktikum zählen mehr als Noten.

Ist der Beruf anstrengend?

Ja, vor allem für Rücken und Beine, weil du fast durchgehend stehst. Gute Salons achten auf Pausen und ergonomisches Arbeiten.

Kann ich einen eigenen Salon eröffnen?

Ja, mit Meisterbrief. Das Friseurhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken.