Metallbauer/-in werden
Metallbauerinnen und Metallbauer fertigen und montieren Konstruktionen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl – Tore, Geländer, Treppen, Fassaden und Fahrzeugaufbauten. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre.
Metallbau ist das Gewerk für alle, die Material formen wollen: schneiden, kanten, schweißen, montieren. Aus flachem Blech und Profilen entsteht eine Treppe, die 50 Jahre hält.
Der Beruf verbindet Werkstattarbeit mit Montage vor Ort und lässt viel Raum für Spezialisierung – vom Kunstschmiedestück bis zur Industriehalle.
Was macht ein/-e Metallbauer/-in?
- Technische Zeichnungen lesen und Bauteile anreißen
- Metall trennen, bohren, kanten und umformen
- Schweißen (MAG, WIG) und Löten
- Baugruppen zusammensetzen und prüfen
- Konstruktionen auf der Baustelle montieren
- Wartung und Reparatur von Toren und Anlagen
Wo arbeitet man?
Welche Fachrichtungen gibt es?
- Konstruktionstechnik
- Die häufigste Fachrichtung: Stahlbau, Türen, Tore, Geländer, Fassaden und Hallen.
- Metallgestaltung
- Schmiedearbeiten, Kunsthandwerk, gestaltete Einzelstücke.
- Nutzfahrzeugbau
- Aufbauten, Anhänger und Fahrzeugtechnik.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Rechtsgrundlage: Verordnung von 2002, aktualisiert
Duale Ausbildung mit Berufsschule und überbetrieblichen Lehrgängen, in denen Schweißverfahren systematisch geübt und geprüft werden.
Die Gesellenprüfung ist zweigeteilt: Teil 1 in der Mitte der Ausbildung, Teil 2 am Ende mit einem betrieblichen Auftrag oder einer praktischen Arbeitsaufgabe.
Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich – meist um sechs bis zwölf Monate. Wer einen höheren Schulabschluss mitbringt, kann die Ausbildung häufig von vornherein verkürzen.
Welche Voraussetzungen brauchst du?
Schulabschluss
Kein Abschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe bilden mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife aus.
Diese Schulfächer helfen
- Mathematik – Maße, Winkel, Materialbedarf
- Physik – Kräfte, Statik, Wärme beim Schweißen
- Technisches Zeichnen/Werken
Das solltest du mitbringen
- genaues Arbeiten nach Zeichnung
- räumliches Vorstellungsvermögen
- körperliche Belastbarkeit
- Ruhe und Konzentration beim Schweißen
Was verdient man?
Quelle: BIBB: Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025, Erhebung zum 1. Oktober 2025.
Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarifgebiet, Bundesland, Ausbildungsjahr und Betrieb ab und steigt in jedem Lehrjahr. Zum Vergleich: Über alle Ausbildungsbereiche lag der tarifliche Durchschnitt 2025 bei 1.209 Euro, im Handwerk bei 1.093 Euro (West 1.091 Euro, Ost 1.110 Euro). Was du nach der Ausbildung verdienst, richtet sich nach Tarif, Region und Qualifikation – verlässliche Einzelwerte findest du beim BIBB und in der Entgeltdatenbank der Bundesagentur für Arbeit.
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
In der Werkstatt: Zuschnitt, Kanten, Schweißen, Zusammenbau. Auf der Baustelle: Aufmaß, Anlieferung, Montage und Justierung. Viele Betriebe wechseln zwischen beiden Bereichen wöchentlich.
Als Azubi lernst du zuerst Trennen, Bohren und Heften, danach folgen Schweißprüfungen und eigene Baugruppen.
Womit arbeitest du?
Welche Karrierechancen hast du?
- Geselle/Gesellin
- Eigenständige Fertigung und Montage.
- Schweißfachkraft
- Zusätzliche Prüfungen für besondere Verfahren und Werkstoffe.
- Meister/-in
- Metallbauermeister: eigener Betrieb, Ausbildung, Konstruktion und Statiknachweise in Abstimmung mit Fachplanern.
- Techniker/-in oder Studium
- Metallbau- oder Maschinenbautechnik, über den Meisterbrief auch ohne Abitur.
Weiterbildungen
- Metallbauermeister/-in
- Schweißfachmann/-frau (DVS)
- Staatlich geprüfte/-r Techniker/-in Metallbautechnik
- Konstrukteur/-in CAD
- Fachkraft für Fassadentechnik
Mehr dazu: Karrierewege im Handwerk – vom Gesellen bis zur Selbstständigkeit
Wie zukunftssicher ist der Beruf?
Stahl- und Metallbau hängen an Bau und Industrie und sind dort schwer ersetzbar. Wer schweißen kann und Zeichnungen sicher liest, findet in nahezu jeder Region Arbeit.
Passt der Beruf zu dir?
- genaues Arbeiten nach Zeichnung
- räumliches Vorstellungsvermögen
- körperliche Belastbarkeit
- Ruhe und Konzentration beim Schweißen
- wenn dich Funkenflug, Lärm und Schutzausrüstung dauerhaft stören
- bei Ungeduld gegenüber millimetergenauer Arbeit
Freie Plätze als Metallbauer/-in
Gerade kein Angebot in diesem Beruf
Leg dir ein Profil an – dann findest du neue Plätze sofort, sobald ein Betrieb sie einstellt.
Häufige Fragen zum Beruf Metallbauer/-in
Wie lange dauert die Metallbauer-Ausbildung?
Regulär 3,5 Jahre (42 Monate).
Welche Fachrichtungen gibt es?
Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau. Die Konstruktionstechnik ist am weitesten verbreitet.
Was verdient man in der Ausbildung?
Je nach Tarifgebiet und Lehrjahr unterschiedlich; der Handwerksdurchschnitt lag 2025 bei 1.093 Euro brutto monatlich (BIBB).
Lerne ich in der Ausbildung schweißen?
Ja. Schweißen ist zentraler Bestandteil, meist mit gesonderten Lehrgängen und Prüfungen.
Metallbauer oder Industriemechaniker?
Metallbauer arbeiten handwerklich an Konstruktionen und montieren beim Kunden. Industriemechaniker kommen aus der Industrie und halten Produktionsanlagen instand.