Praktikum im Handwerk
Ein Praktikum im Handwerk dauert meist zwischen einer Woche und drei Monaten. Du arbeitest im Betrieb mit, lernst den Beruf im Alltag kennen und findest heraus, ob er zu dir passt – oft der direkte Weg zum Ausbildungsplatz.
Welche Praktika gibt es?
- Schülerpraktikum
- Ein bis zwei Wochen über die Schule, meist ab Klasse 8 oder 9, unbezahlt. Alles dazu steht auf der Seite Schülerpraktikum.
- Freiwilliges Ferienpraktikum
- Du meldest dich selbst bei einem Betrieb, oft ein bis vier Wochen in den Ferien. Manchmal gibt es ein Taschengeld.
- Orientierungspraktikum nach der Schule
- Mehrere Wochen bis Monate, um vor der Ausbildung sicher zu werden. Hier ist eine Vergütung üblicher.
- Einstiegsqualifizierung (EQ)
- Ein sechs- bis zwölfmonatiges Langzeitpraktikum, gefördert von der Bundesagentur für Arbeit, das häufig in eine Ausbildung mündet.
Was machst du im Praktikum?
Du wirst einem Gesellen oder einer Ausbilderin zugeteilt und läufst im Alltag mit: Material vorbereiten, Werkzeug kennenlernen, zuschauen und mit anpacken. Je länger das Praktikum dauert, desto mehr übernimmst du selbst.
Gute Betriebe erklären, warum etwas so gemacht wird, und lassen dich ausprobieren. Wenn du nach zwei Tagen nur fegst, sprich es freundlich an – meistens ändert sich das sofort.
Wird ein Praktikum bezahlt?
Für freiwillige Praktika von mehr als drei Monaten gilt in der Regel der gesetzliche Mindestlohn; Pflichtpraktika im Rahmen von Schule oder Studium sind davon ausgenommen. Frag im Gespräch direkt nach – das ist üblich und niemandem unangenehm.
Die genauen Ausnahmen regelt das Mindestlohngesetz (§ 22 MiLoG).
Wie bewirbst du dich?
- 1
Beruf und Betrieb auswählen
Filtere nach Gewerk und Ort. Schau dir das Betriebsprofil an – Größe, Schwerpunkt, Ansprechpartner.
- 2
Interesse zeigen
Ein Klick genügt. Wenn du magst, schreib zwei Sätze dazu, warum dich der Beruf interessiert.
- 3
Rückmeldung abwarten
Der Betrieb meldet sich per Mail oder Telefon. Meist folgt ein kurzes Kennenlernen.
- 4
Zeitraum abstimmen
Klärt gemeinsam Beginn, Dauer, Arbeitszeiten und was du mitbringen sollst.
Was bringt dir das Praktikum?
- Du weißt danach, ob der Beruf wirklich zu dir passt – ohne dich für Jahre zu binden.
- Du hast einen Kontakt in einem Betrieb, der dich kennt.
- Viele Ausbildungsverträge im Handwerk entstehen genau so.
- Du kannst das Praktikum in Bewerbungen angeben – es zählt als echte Erfahrung.
Wir wollen dich dabei unterstützen
- 25 € Praktikumsbonus – für ein echtes Praktikum, nicht fürs Bewerben.
- Bis zu 25 € Fahrtkostenzuschuss – damit der Weg nicht der Grund ist, warum du absagst.
- 1.000 € Azubi-Stipendium – für Werkzeug, Kleidung, Ticket oder den Führerschein zum Ausbildungsstart.
Ehrlich: Das ist alles geplant und noch nicht gestartet – bisher wurde nichts ausgezahlt. Was kommen soll und wie du drankommst, steht auf der Seite Unterstützung.
Aktuelle Praktikumsplätze
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SHK Meisterbetrieb VossPraktikum Konditorei – 2 Wochen
Bäckerei SonnenfeldHäufige Fragen
Wie lange dauert ein Praktikum im Handwerk?
Von einer Woche (Schülerpraktikum) bis zu mehreren Monaten (Orientierungspraktikum oder Einstiegsqualifizierung).
Wird ein Praktikum im Handwerk bezahlt?
Schulpraktika nicht. Freiwillige Praktika nach der Schulzeit werden häufig vergütet; ab mehr als drei Monaten greift in der Regel der Mindestlohn.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein. Interesse und Zuverlässigkeit reichen völlig.
Was ziehe ich an?
Feste Schuhe und robuste Kleidung. Viele Betriebe stellen Sicherheitsschuhe – vorher kurz nachfragen.
Kann ich mehrere Praktika machen?
Ja, und das ist sinnvoll. Zwei kurze Praktika in verschiedenen Gewerken sagen mehr aus als ein langes im falschen Beruf.
Führt ein Praktikum zur Ausbildung?
Sehr häufig. Betriebe stellen am liebsten jemanden ein, den sie schon kennen.